Der Wasserverband Rhein- Sieg- Kreis steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Denn zum Kernauftrag, der Vorflutsicherung, kommen bis 2027 insgesamt 314 Renaturierungsmaßnahmen hinzu. Den Anlass liefert der Ende vergangen Jahres von der Verbandsversammlung verabschiedete Umsetzungsfahrplan .

Arbeitsschwerpunkte bilden auf einer Gewässerlänge von 148 Kilometern  Maßnahmen zur Auenentwicklung mit  41 Prozent, 33,5 Prozent aller Arbeiten entfallen auf die Beseitigung von Querbauwerken wie Wehre, auf Sohl-, Ufer- und Laufentwicklung insgesamt 22 Prozentpunkte. Sonstige Arbeiten machen 3,5 Prozent aus. Insgesamt bewirtschaftet der Wasserverband ein Gewässernetz von etwa 1.600 Kilometern.

Nach ersten Berechnungen liegt der Finanzbedarf für  das Großprojekt bei insgesamt rund 7,8 Millionen Euro. Der vom Verband aufzubringende Eigenanteil beträgt bei 80-prozentiger Landesförderung bis zum Jahr 2027 rund 1,57 Millionen Euro. Hinzu kommen separat geführte Kostenschätzungen für weitere elf Einzelmaßnahmen.

Mit Blick auf die Umsetzung der EU- Hochwasserrisiko-Managementrichtlinie gehören auch der Eipbach in Eitorf sowie der Lauterbach in Königswinter und Sankt Augustin zu wichtigen Arbeitsschwerpunkten. Beide Projekte sind im Umsetzungsfahrplan eingearbeitet und mit rund 330.000 und 1,4 Millionen Euro beziffert.

Der Umsetzungsfahrplan umfasst für den Wasserverband Rhein-Sieg-Kreis diese Gewässer:
Ohbach und Quirrenbach: Bad Honnef und Königswinter
Pleisbach: Sankt Augustin, Hennef, Königswinter
Lauterbach: Königswinter und Sankt Augustin
Hanfbach und Wolfsbach: Hennef
Krabach: Eitorf und Hennef
Eipbach, Ottersbach: Eitorf
Irsenbach, Gierzhagener Bach: Windeck und Waldbröl
Wahnbach: Much, Neunkirchen-Seelscheid und Siegburg

p2_1558

Dipl. Geologin Martina Hirschberg, Geschäftsführerin des Wasserverbandes Rhein-Sieg-Kreis

 

JPEGImage21282

Bestnoten für den Wolfsbach: Unter den Steinen kreucht und fleucht es.